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Im Brennpunkt: die Okulare

Kelnner

Kellner

Dieses Okular wurde von Karl Kellner 1849 erfunden. Es besteht aus einer einzelnen Feldlinse und einer aus 2-Elementen zusammengesetzten achromatischen Feldlinse. Einige Hersteller nennen diesen Okulartyp auch MA (Modified Achromat) oder SMA (Super Modified Achromat). Es gibt auch ein «umgekehrtes Kellner» (RKE), bei dem die Feldlinse aus 2 Elementen und die Augenlinse aus einem Element besteht. Kellner Okulare sind recht gut für Farbtreue und Randschärfe korrigiert. Das scheinbare Gesichtsfeld beträgt etwa 40°.

Orthoskopisch

Orthoskopisch

Ernst Abbe hat diesen Okulartyp 1880 eingeführt. Das orthoskopische Okular besteht aus einer 3-Element Feldlinse und einer einfachen Augenlinse. Farbtreue und Kontrast sind exzellent, besonders wenn die Linsenoberflächen vergütet werden. Orthoskopische Okulare sind die erste Wahl für fast alle Amateur-Beobachter. Leider gibt es nur noch wenige Hersteller, die dieses Okular fertigen.

Plössel

Plössel

Dieses Okular wird heute von den meisten Amateuren benützt. Es besteht aus einer Doppel-Element als Feldlinse und auch als Augenlinse. Damit erreicht das Plössel fast die Farbtreue und Schärfe eines orthoskopischen Okulars, hat aber den Vorteil eines grösseren Augenabstands und des grösseren scheinbaren Gesichtsfelds. G. S. Plössel entwickelte das Okular 1860. Fast 100 Jahre sind vergangen, bis das Plössel-Okular bei den Amateuren so richtig beliebt wurde. Alle Plössel-Okulare, die heute angeboten werden, sind von recht guter Qualität. Sehr gute Okulare sind aber nur durch präzise optische und mechanische Fertigung zu erzielen. Dies schlägt sich eindeutig im Preis nieder. Plössel-Okulare erreichen ein scheinbares Gesichtsfeld von 35 bis 52°.

Erfle

Erfle

Dies ist ein Weitwinkel-Okular entwickelt während des 1. Weltkrieges. Es bietet zwar ein grosses scheinbares Gesichtsfeld, leidet aber unter Unschärfen und Verzerrungen am Bildrand.

Nagler

Erfle

Okulare dieses Typs sind extrem weitwinklig, liefern sehr scharfe Bilder, haben keine internen Reflektionen und leiden auch sonst nicht unter anderen optischen Fehlern. Nagler-Okulare haben ein scheinbares Gesichtsfeld von 80° und mehr. Solche Qualität hat aber ihren Preis.

Quelle

Astronomy, June 1998

Autor

Robert Glaisen

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