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Schweizerischer Astronomietag, Sebastiansplatz Brig

Samstag, 21. April 2018, 16:00 Uhr

Weitere Informationen zu diesem Anlass

Am Samstag, den 21. April, findet bei gutem Wetter ab 16 Uhr der (internationale) Astronomietag auf dem Sebastiansplatz in Brig statt. Zweck dieses Anlasses, der erstmals 1973 in den USA durchgeführt wurde, ist es, mit der Bevölkerung in der Stadt in Kontakt zu treten und mit unseren Instrumenten Sonne, Mond und Sterne zu zeigen.

Am Nachmittag können wir zuerst die Sonne beobachten. Im Teleskop mit Sonnenfilter werden die Sonnenflecken als schwarze Punkte sichtbar umgeben von der grauen Penumbra. Im Sonnenteleskop mit H-alpha-Filter sieht man dagegen die Protuberanzen am Sonnenrand besonders gut. Bei genauerem Hinsehen findet man auch die Sonnenflecken wieder. Ausserdem sieht auf der Oberfläche Sonnenfackeln und die Granulation.

Nachdem die Sonne hinter den Häusern verschwunden ist, können wir uns dem Mond widmen. Er ist fünf Tage alt, also kurz vor dem zunehmenden Halbmond. Auch bei Tageslicht kann man im Fernglas oder Teleskop deutlich die Mare und Krater erkennen. Mit Einbruch der Dämmerung treten dann die Konturen deutlicher hervor.

Ist es schliesslich wirklich Nacht, können wir uns ans Beobachten des Sternenhimmels machen, soweit dies inmitten einer erleuchteten Stadt möglich ist. Hoch im Süden steht dann der Löwe, das typische Frühlingssternbild.

Wir wünschen uns eine rege Teilnahme der AGO-Mitglieder. Es können auch eigene Geräte für die Demonstration mitgebracht werden.

Bericht

Nachdem 2016 die Veranstaltung buchstäblich ins Wasser fiel und 2017 nicht stattfand, versuchten wir dieses Jahr wieder, am Internationalen Astronomietag, den 21. April 2018, einem breiten Publikum unser Hobby, die Astronomie, etwas näher zu bringen. Mit dieser Veranstaltung will man Leute erreichen, die unsere Sternwarte nicht kennen, oder die nicht bis auf dem Simplon (wo - so nebenbei - der Schnee immer noch bis zu den Dachbalken reicht) kommen können, und sie auf die Schönheiten des Universums aufmerksam zu machen. Natürlich hoffen wir dabei auch, dass der eine oder andere Besucher eine AGO-Mitgliedschaft in Erwägung zieht und somit frisches Blut in den Verein kommt.

Dieses Jahr war Petrus wohlgesinnt: es herrschten sommerlichen Temperaturen bei heiterem Himmel, was Scharen von sonnenhungrigen Leuten nach aussen zog. Der Sebastiansplatz wimmelte nur so von Leuten.

Um 15:30 Uhr haben Hugo, Claudio, Kilian und Michael begonnen, unseren AGO-Posten vor dem Restaurant Couronne einzurichten. Als Instrumente dienten zuerst unser Coronado H-alpha Sonnenteleskop sowie Claudios altes Maksutov mit Sonnenfilter. Dazu kamen noch ein Tisch mit AGO-Flyers und vielen Astronomiebüchern für jeden Geschmack sowie Plakate über Astrofotografie und Sonnenuhren.

Zuerst wurde - logischerweise - die Sonne beobachtet, die sich aber leider immer noch in einer ruhigen Phase befindet: mit den Augen des Glaubens und viel Mühe konnte man ein paar mickrige Protuberanzen sehen, sowie einen blassen Sonnenfleck.

Die Besucher kamen trotzdem, insbesondere viele Kinder. Einige waren um das Licht ihren Augen besorgt, und wir mussten mehrmals erklären, dass unsere Sonnenfilter absolut sicher sind!

Als die Sonne hinter dem alten Postgebäude verschwand, richteten sich die Teleskope auf den Mond, zu 36% voll und ziemlich hoch am südlichen Himmel, also ideal platziert. Hier kam noch Remo mit seinem „Doppelborg“ hinzu, und so hatten wir 4 Geräte auf dem Erdtrabanten gerichtet, der mit verschiedenen Vergrösserung gezeigt wurde: 50x (um ihn ganz zeigen zu können), 90x, 140x und später, als es dunkel wurde, auch 220x und natürlich auch in Stereo! Gut sichtbar, trotz tiefem Kontrast am Taghimmel, waren Mare Crisum, Mare Nectaris und unweit des Termintors das schöne Kratertrio Theophilus (mit seiner markanten Zentralspitze), Cyrillus und Catharina sowie weiter im Norden Posidonius.

Die Besucher kamen in Scharen, und man hörte viele „Aahs“ und „Oohs“ beim Anblick des pockennarbigen Antlitzes des guten „Onkel Fritz“. Es war eine bunte Mischung an Leuten, unter anderem viele Touristen aus Holland, Kalifornien, Florida und sogar aus China. Und alle staunten. Viele stellten Fragen, und einige Gespräche zogen sich in die Länge, ein Zeichen, für echtes Interesse.

Der Besucherstrom riss auch gegen Sonnenuntergang nicht ab, und wir konnten weder ein Bier noch das wohlverdiente Nachtessen in Ruhe geniessen: immer wieder mussten wir aufstehen, da wieder Leute an den Teleskopen waren – und manchmal vergebens das Okular suchten.

Als es dunkel wurde, bot der Mond natürlich ein ganz schönes Schauspiel. Der Unterschied im Kontrast und im Schattenwurf gegenüber den Nachmittagsstunden war ziemlich frappant. Der Abend war lauwarm und angenehm, und es kamen immer wieder Spaziergänger vorbei und blickten durch die Teleskope. Irgendwann gegen 22:30 Uhr verschwand auch der Mond hinter einem Haus.

Nachdem Remo vergeblich eine Weile nach M3 und M44 suchte - das Umgebungslicht war leider zu stark - und Jupiter immer noch weit unter dem Horizont weilte, packten wir unsere sieben Sachen zusammen (na ja es waren wesentlich mehr… und auch nicht ganz leicht zu tragen….).

Leider liessen sich ausser Tiziana keine weiteren AGO-Mitglieder blicken. Schade, es wäre doch schön, wenn der eine oder die andere mindestens schnell vorbei geschaut hätte….

Prospekte haben wir viele verteilt, ein paar Anmeldeformulare auch. Es ist zu hoffen, dass nach diesem erfolgreichen Astronomie-Tag 2018 die AGO-Familie wachsen wird.

- Claudio Abächerli

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