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AGO und öffentlicher Beobachtungsabend: Mondfinsternis

Freitag, 27. Juli 2018, 21:00 Uhr

Weitere Informationen zu diesem Anlass

Am Freitag, 27. Juli 2018 kommt es zu einer totalen Mondfinsternis. Mit einer Totalitätsdauer von 103 Minuten ist sie die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts. Aufgrund der nahen Berge bei der Sternwarte wird sich der bereits total verfinsterte Mond erst gegen 23 Uhr blicken lassen. Bereits wenige Minuten später endet die totale Phase und der Erdtrabant verlässt allmählich den Kernschatten der Erde.

Die Sternwarte öffnet gegen 21 Uhr und die Besucherinnen und Besucher kommen in den Genuss eines Vortrags über das Thema „Mondfinsternis“. Bei gutem Wetter können wir uns danach in der Abenddämmerung an das Beobachten der hellen Planeten Venus, Jupiter und Saturn wagen. Gegen 23 Uhr widmen wir uns dann in erster Linie dem verfinsterten Mond. Etwas vor Mitternacht sollten wir dann auch den rötlich scheinenden Mars mit den Teleskopen ins Visier nehmen können. Er befindet sich am 27. Juli 2018 in Oppositions-Stellung zur Sonne und kommt somit der Erde relativ nahe - es trennen uns dann „nur“ 57,7 Millionen Kilometer von unserem äusseren Nachbarplaneten.

Auch im Sommer können die Nächte auf dem Simplon recht kühl sein. Für ungetrübten B e o b a c h t u n g s s p a s s empfehlen wir darum, eine wärmende Jacke mitzunehmen.

- Thomas Lüthi

Totale Mondfinsternis 27. Juli 2018 Simplon

Totale Mondfinsternis 27. Juli 2018 Simplon

Bericht

Anlässlich der totalen Mondfinsternis am 27. Juli gab es einen öffentlichen Beobachtungsabend auf der Sternwarte. Ab 21 Uhr waren die Gäste geladen. Bei der Ankunft kurz vor diesem Zeitpunkt hatte sich bereits eine lange Autoschlange auf der alten Simplonstrasse bei der Sternwarte gebildet. Thomas und Kilian hatten vorab die Teleskope auf die Venus ausgerichtet. Im Fernrohr konnte man die halb beleuchtete Venus erkennen. Mit zunehmender Dämmerung konnte man den Nachbarplaneten bis zu seinem Untergang auch gut von Auge sehen. Noch zuvor konnte man Jupiter ins Visier nehmen. Wie auf einer Perlenschnur reihten sich seine vier Galileischen Monde neben Jupiter auf. Hin und wieder wurde der Blick durch Wolken gestört, aber jeweils nach wenigen Minuten war der Riesenplanet wieder sichtbar. Nach dem Untergang der Venus konnte man bereits auf den nächsten Planeten umschwenken: Saturn mit seinem charakteristischen Ring.

Unterdessen hielt Thomas dreimal mit wechselndem Publikum einen Vortrag über die gerade ablaufende Mondfinsternis. Wenige Minuten vor 23 Uhr war es endlich soweit: der bereits total verdunkelte, rötlich schimmernde Mond trat langsam hinter dem Grad des Hübschhorns hervor. Eine viertel Stunde später trafen die ersten Sonnenstrahlen wieder auf den Erdtrabanten; der Austritt aus dem Kernschatten begann.

Während der Mond immer mehr beleuchtet wird, tritt auch Mars hinter dem Bergrücken hervor. Selbst den Laien fällt seine grosse Helligkeit auf. Mars ist zur Zeit ungwöhnlich hell, noch heller als Jupiter, wie man im direkten Vergleich am Himmel sehen konnte. Der rote Planet steht an diesem Tag in Opposition zur Sonne und dabei der Erde so nahe wie seit 15 Jahren nicht mehr. Der sich von der Finsternis lösende Mond und der hell strahlende Mars zeigen ein eindrückliches, nur wenige Grad voneinander entferntes Paar. Trotz der aussergewöhnlichen Grösse von Mars erscheint er im Teleskop nur als unruhiger Fleck, was vor allem durch seine Nähe zum Horizont und die sommerliche Zeit begründet ist.

Noch während der Mond immer mehr vom Sonnenlicht zurückgewinnt, verlassen die Besucher nach und nach die Sternwarte; es hatte auch einige Kinder darunter. Als gegen 0:30 Uhr der Vollmond wieder in vollem Licht strahlte waren auch die letzten Gäste gegangen. So brachten wir die Teleskope in die Ruheposition, schlossen die Sternwarte und begaben uns wieder zurück ins Rhonetal.

Die Anzahl Besucher konnten wir nur schätzen, da ein Zählen nicht möglich war. Es war ein ständiges Kommen und Gehen, vom Beobachtungsraum zum Vortrag im Schulungsraum weiter in die Umgebung, um wechselweise die verschiedenen Planeten bzw. den Mond durch die Teleskope zu beobachten oder in der umgebenden Natur von Auge das Schauspiel des sich von der Finsternis befreienden Mondes zu verfolgen. Wir gehen von etwa 100 Gästen aus, es können aber auch mehr gewesen sein. Thomas, der Verantwortliche des Abends, und Kilian haben den Anlass vorbereitet. Während des Beobachtungsabend wurden sie von Rudi und zwei Michaels (Rudis Sohn und der Schreibende) unterstützt. Mond

- Michael Hauck

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