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Vereinsabend

Freitag, 16. Februar 2024, 19:00 Uhr

Weitere Informationen zu diesem Anlass

Am Freitag, 16. Februar 2024, findet ab 19 Uhr ein Vereinsabend auf der Sternwarte statt. Da es ein Essen geben wird, werden die Teilnehmer gebeten, sich bis Dienstagabend, 13. Februar, bei Martin unter praesident@ago-sternwarte.ch anzumelden.

Zu Beginn des Abends fallen am Himmel der zunehmende Halbmond bei den Plejaden und der helle Jupiter westlich darunter auf. Bei Jupiter kann man an diesem Abend sehr gut die Bewegung seiner Monde verfolgen. Um 19 Uhr ist Io von Jupiter bedeckt, während Europa nahe beim Riesenplaneten steht. Zwei oder drei Stunden später ist dann Io wieder sichtbar, aber dafür ist Europa bedeckt. Dazwischen bleibt genügend Zeit für das Nachtessen und einen astronomischen Vortrag.

Der Mond hat an diesem Abend die Phase «Erstes Viertel»; der Terminator läuft also genau durch die Mitte des Erdtrabanten. An dieser Tag-Nacht-Grenze erscheinen die Krater durch Licht und Schatten besonders plastisch.

Am Sternenhimmel präsentieren sich die Wintersternbilder mit Orion, Stier, Fuhrmann, Zwillingen, Kleiner Hund und Grosser Hund. Im Osten zeigt sich der Löwe als Vorbote für den Frühling.

Bericht

Der Himmel war den Tag durch verhangen. Der Wetterbericht sagte aber im Verlaufe des Abends eine Aufklarung voraus.

So zogen 14 Mitglieder und 3 Gäste voll Zuversicht Richtung Simplon. Schon vor 18 Uhr machte Rudi mit seinem Sohn Michael ein erstes Trockentraining an den Geräten. Der Mond war knapp zu erkennen und auch Jupiter zeigte sich ganz schwach hinter dem dichten Wolkenschleier.

Das Training war dadurch etwas eingeschränkt, aber Rudi konnte die Undichte Stelle in der Hydraulik orten. Andere, mechanisch weniger geschulte Augen hatten die Nässe am Boden als Wasser interpretiert. Es war aber eindeutig Hydrauliköl, und so muss die Sternwarte bis zur Reparatur geschlossen bleiben. Diese Arbeit sollte aber bis ca. Ende Monat abgeschlossen sein. Der Vollmond macht ja in dieser Zeit eine Beobachtung ohnehin fast unmöglich.

Gegen 19 Uhr waren aber alle angemeldeten Personen eingetroffen und es wurde bei einem Glas Wein und einem kleinen Apéro von Claudio – dem wir hier herzlich für die Schinkengipfeli und der Charcuterie herzlich danken – über diverse Themen diskutiert und gefachsimpelt. Die Aufhellung des Himmels liess immer noch auf sich warten.

So wurde halt theoretisch Astronomie betrieben. Martin präsentierte in einem kleinen Vortrag die Venustransits von 1761 und 1769. Die Bewältigung der Schwierigkeiten mit den Mitteln der damaligen Zeit sind sicher eindrücklich.

Die Frage, warum überhaupt derartige astronomische Ereignisse wichtig sind und was für ein Erkenntnisgewinn daraus resultiert, wurde dargelegt.

Auch die Methode der Parallaxenbestimmung nach einer Idee von Halley wurde an einem Berechnungsbeispiel erläutert. Halley hatte gezeigt, dass die interessierenden Winkel auch durch eine Transitzeit- Messung an unterschiedlichen Orten auf der Erde bestimmt werden können. Die Anpassung der Methode an die technischen Möglichkeiten funktionierte hier sehr eindrücklich.

Nach dem Vortrag begann in der Küche der Hochbetrieb. Ein Fondue mit einer speziellen Mischung aus dem Lötschental wurde gerührt. Alle waren mit dem Resultat zufrieden. Die leergeputzten Caquelons zeugten davon.

Nach Kaffee und Kuchen gingen die Gespräche über Fotos, Belichtungen und entsprechende Computerunterstützung sowie über zukünftige Vorträge über inflationäre Expansionsphasen des Universums oder andere Themen der Astronomie weiter.

Der Himmel war immer noch verhangen. So war gegen Mitternacht allgemeiner Aufbruch angesagt. Die Sternwarte wurde wieder in einen ordentlichen Zustand versetzt und alle traten die Heimreise an und freuen sich auf weitere Abende im Kreise von Gleichgesinnten auf der Sternwarte.

- Martin Henzen

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