Öffentliche Beobachtung ab Nachmittag
Freitag, 30. Mai 2025, 16:00 UhrWeitere Informationen zu diesem Anlass
Am Freitag, 30. Mai 2025, findet bereits ab 16 Uhr ein öffentlicher Anlass auf der Sternwarte statt. Zu dieser Zeit steht die Sonne noch hoch am Himmel. Wir werden uns im ersten Teil der Veranstaltung der Beobachtung unseres Zentralgestirns widmen. Unsere Sonne ist immer noch sehr aktiv. So können wir auf einige Sonnenflecken auf der Oberfläche hoffen, aber auch auf Sonneneruptionen am Sonnenrand. Für die Beobachtung der Sonnenflecken eignet sich besonders die Beobachtung im Weisslicht, z.B. im Teleskop mit einer Mylarfolie, währenddessen die Sonneneruptionen im H-Alpha-Teleskop sichtbar werden.
Nach Sonnenuntergang wird uns Rudi einen Vortrag zu einem Sonnenthema halten.
In der Dämmerung können wir dann einen Blick auf den drei Tage alten Mond werfen. Auffällig ist das Meer der Gefahren, das einen Durchmesser von etwa 600 km hat. Entlang der Tag- Nacht-Grenze, dem Terminator, können zahlreiche Krater beobachtet werden.
Mit fortschreitender Dämmerung wird östlich der Mondsichel Mars sichtbar. Der rote Planet hat im Laufe des Monats Mai das Sternbild Krebs durchwandert und bewegt sich nun auf Regulus, den Hauptstern im Löwen, zu. Weiter östlich treffen wir auf das Sternbild Jungfrau. Sein Hauptstern Spica zählt mit 1.0 mag zu den hellsten Sternen am nördlichen Nachthimmel.
Bericht
Am Freitag, 30. Mai 2025, boten wir dem interessierten Publikum in unserer Sternwarte die Möglichkeit, unsere Sonne durch verschiedene Teleskope zu betrachten. Ab 16 Uhr waren zwei hAlpha-Sonnenteleskope, ein Lunt TS 80 und ein Coronado SolarMax 70, der Takahashi Refraktor mit einem Sonnenfilter und ein SunSpotter auf unser Zentralgestirn gerichtet. Im Gegensatz zu den letzten Jahren spielte auch das Wetter mit. Sonnenschein pur über dem Simplon!
Rudi, Claudio, Robert, Yvette und Remo konnten ca. 25 Gäste begrüssen. In den ersten zwei Stunden bestaunten die Besucher viele Sonnenflecken und durch die hAlpha-Teleskope einige grössere Protuberanzen am Sonnenrand. Durch das grosse Meade-Teleskop konnte auch ein Blick auf die schmale Mondsichel geworfen werden. Trotz des hellen Sonnenscheins waren grössere Krater und vor allen das Meer der Gefahren deutlich zu erkennen.
Nach dieser ausgiebigen Portion Himmelsbeobachtung versammelte Rudi die Gäste im Schulungsraum der Sternwarte und unterhielt sie mit einem Vortrag über unsere Sonne. Yvette und Remo benutzten diese Zeit um einige Sonnenfotos aufzunehmen.
Nachdem die Sonne kurz vor 20 Uhr hinter den Bergen verschwand, verliessen auch die meisten Gäste unsere Beobachtungsstation. Sie wollten aber gegen 23 Uhr zurückkommen, um bei Dunkelheit noch ein paar Deep-Sky-Objekte zu betrachten. Und so stand zu Beginn der Nacht wieder eine ordentliche Schar «Sterngucker» im Beobachtungsraum. Bei besten Sichtbedingungen konnten Objekte wie der Mars, die Sombrero-Galaxie, der Ringnebel in der Leier, die Kugelsternhaufen M13 und M92, Bodes Galaxien M81 und M82, etc. beobachtet werden. Nach Mitternacht traten dann auch die letzten Gäste den Heimweg an und der öffentliche Beobachtungsanlass fand sein Ende. Aber nicht die Aktivität einiger AGO-Mitglieder. Claudio schoss noch eine Serie von Sternfeldaufnahmen. Yvette und Remo nutzten die sehr guten äusseren Bedingungen noch für weitere Astrofotos. Um 02:30 Uhr war dann auch für sie definitiv Schluss.
Noch eine Schlussbemerkung: Wir haben nach Rücksprache mit unserem Vizepräsidenten beschlossen, den Erlös aus diesem öffentlichen Beobachtungsanlass auf das Spendenkonto der Gemeinde Blatten zu überweisen.
- Remo Glaisen





