Gmeiwärchtag Simplon Bergalpe
Samstag, 14. Juni 2025, 08:00 UhrWeitere Informationen zu diesem Anlass
Am Samstag, 14. Juni 2025, findet der alljährliche Gmeiwärchtag der Simplon Bergalpe statt. Wie jedes Jahr nützen wir diesen Termin, um Unterhaltsarbeiten in und um unsere Sternwarte durchzuführen. Wir treffen uns hierzu um 8 Uhr auf der Sternwarte. Neben den üblichen Instandhaltungs-, Putz- und Umgebungsarbeiten steht diesmal der Ersatz der Nachführungen auf dem Programm. Herr Kohler von Astro Optik Kohler, der Lieferant der neuen Montierungen, wird auch anwesend sein. Der Vorstand bittet um rege Teilnahme an diesem Anlass.Bericht
Schon vor 08h00 fanden sich bereits einige Mitglieder der AGO in der Sternwarte ein, weitere - immer willkommene - helfende Hände trafen kurzum ebenfalls ein. Im Gegensatz zum letztjährigen Gmeiwärchtag durften wir diesmal strahlenden Sonnenschein geniessen. Schon bald werkelte und putzte es an allen Ecken und Enden. Wie im Vorjahr widmeten sich die Damen - Alena, Yvette, Daniela und Sindu - dem Schulungsraum, Küche und Toilette, die Herren übernahmen den Aussenbereich und natürlich die Demontage der Teleskope.
Ebenfalls abgebaut hat Remo mit Helfern die alte Gabelmontierung im Aussenbereich. Der Lack war schon länger weg und das Design ein wenig überholt. Die daran montierten Schaukästen haben wir abmontiert und kamen überein, dass diese auch gesehen werden, wenn sie woanders, beispielsweise an der Fassade, hängen. Rudi widmete sich auch nochmals der Dachführung und schlug vor, das Rotlicht im Beobachtungsraum zu ersetzen. Wir erwarteten ab 10h Beat Kohler, welcher die neuen Montierungen liefern und installieren sollte. Bis dahin waren die Tubusse sorgfältig abgeschraubt und beiseitegelegt, ebenso wurden die alten Montierungen bis auf die betonierte Trägerkonstruktion abgebaut. Um zehn waren wir eigentlich soweit. Anstelle von Herrn Kohler erschien zunächst jedoch der Alpvogt mit Begleitern und reichlich Speis und Trank. Wir richteten ein ansehnliches Buffet her und gönnten uns eine verdiente Pause. Währenddessen trocknete der Boden im Schulungsraum, welcher Daniela, die extra aus dem Tessin angereist ist, auf Hochglanz poliert hatte.
Zu den Gaben der Simpler Alpe tranken wir von den Mineralflaschen, welche sich um das Verfallsdatum herum bewegten. Hier hat es sich bewährt, die grossen Flaschen beim Öffnen mit Datum per Permanent-Stift zu markieren; so kann der nächste Besucher der Sternwarte besser abschätzen, ob der Inhalt noch geniessbar ist und wir müssen weniger wegwerfen. Im Allgemeinen war die Situation diesbezüglich ungleich viel besser als im Vorjahr. Einzig für den Zucker möchten wir nochmals an eine ameisendichte Lagerung appellieren. Die Schachteln für Biskuits oder ähnliches sind da und dürfen bitte ebenfalls immer genutzt werden. Inzwischen war schon Mittag, wir warteten weiter auf unseren Gast. Erst als sich die Wolken verdichteten und erste Regentropfen fielen, konnten wir die langersehnte neue Technik in Empfang nehmen. Gegen ein Uhr traf Beat Kohler ein; wir bereiteten ihm einen gebührenden Empfang unten an der Strasse. Jeder fasste mit an und trug ein kleineres oder grösseres Teil nach oben; das schwerste Paket manövrierten Remo und Röbi mit der Schubkarre nach oben. Erst kam die CEM120 auf den Sockel für das Meade. Hier passten die Schrauben weitgehend, es waren ein paar kleinere Anpassungen nötig. Danach benötigte es etwas Zeit und viel Feingefühl, den Aufbau mithilfe der eingelassenen Wasserwaagen genau aus zu nivellieren. Währenddessen konnte die CEM70 auf den kleineren Trägersockel aufgeschraubt werden. Das Wiederaufsetzen des Takahashi konnte relativ zügig gemacht werden. Indes benötigte es grössere Anpassungen an den Montageplatten für das Meade. Diese Arbeiten führten Cyril und Beat Kohler durch. Nach ca. drei Stunden konnte auch das Meade wieder an seinen Platz zurückkehren. Während sich die Mitglieder nach und nach verabschiedeten, wurden die Teleskope von Beat Kohler, Remo, Röbi und Cyrill unter wachsamen Augen der weiteren Mitglieder so weit wie möglich justiert. Die finale Kalibrierung wurde an einem der folgenden Abende bei Dunkelheit vorgenommen.
An dieser Stelle allen Helfern ein grosses Merci für die tatkräftige Unterstützung! Es machte grossen Spass mit euch allen!
- Sindu Ruppen





