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Öffentlicher Beobachtungsabend (Perseiden)

Samstag, 16. August 2025, 21:00 Uhr

Weitere Informationen zu diesem Anlass

Am Samstag, 16. August 2025, findet der in unserer Sternwarte auf dem Simplonpass der Perseiden- Abend als öffentlicher Beobachtungsanlass statt. Beginn ist um 21 Uhr. Bei unsicherer Witterung gibt die Webseite Auskunft, ob der Anlass durchgeführt wird.

Der Meteorschauer der Perseiden ist einer der ergiebigsten des Jahres. Bei seinem Maximum am 12. August werden bis zu 100 Meteore pro Stunde erwartet. Allerdings stört an diesem Tag des Jahres 2025 das Mondlicht: der Erdtrabant ist zu diesem Zeitpunkt zu etwa 80% beleuchtet und geht bereits um 22 Uhr auf. Am 16. August geht der Mond dagegen erst um Mitternacht auf und ist nur noch zur Hälfte beleuchtet.

Der Radiant der Perseiden, d.h. der scheinbare Punkt am Himmel, von dem die Meteore auszugehen scheinen, liegt an der Grenze zwischen den Sternbildern Perseus und Giraffe (siehe Abbildung). Die Perseiden zählen mit einer Geschwindigkeit von etwa 60 km/sec zu den schnelleren Sternschnuppen.

Der Meteorstrom geht auf den Kometen 109P/Swift-Tuttle zurück. Jedes Jahr Mitte August kreuzt die Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne die Staubspur des ehemaligen Kometen. Treffen diese Staubteile mit hoher Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre, bringen sie Luftmoleküle zum Leuchten, die wir als Meteore wahrnehmen.

Bericht

Unser traditioneller Perseidenabend kam dieses Jahr später als sonst. Schuld daran war der beim Maximum fast volle Mond, dessen starkes Licht die sonst schwachen Meteore verdeckte.

Nach einer langen Schönwetterperiode verschlechterte sich ausgerechnet an diesem Tag das Wetter: Wie allzu oft. Um der Hitze im Tal zu entfliehen, begab ich mich bereits am Nachmittag zur Sternwarte. Schon vor 16 Uhr tauchten die ersten Gäste auf. Ihnen wurde geraten, erst einige Stunden später zu kommen. Die Sonne zeigte sich zwar für einige Minuten, aber es gab nur wenige und sehr kleine Sonnenflecken.

Sehr erfreulich war aber die Ankunft unseres Präsidenten Martin gegen 19 Uhr – nach langer Abwesenheit aufgrund der Katastrophe, von der wir alle wissen. Das ist ein ermutigendes Zeichen für die Rückkehr zu etwas mehr „Normalität”, wenn man das so nennen kann. Martin nutzte die Gelegenheit, um sich mit den neuen Teleskopsteuerungen vertraut zu machen. Nun kann auch er die Geräte wieder problemlos bedienen. In der Zwischenzeit begann es zu regnen, der Donner grollte und wir dachten, dass wohl niemand kommen würde. Weit gefehlt! Schon eine Viertelstunde vor Beginn um 21 Uhr ist der Schulungsraum voll, sodass wir eine Holzbank aufstellen mussten, damit alle einen Platz fanden. Es waren auch mehrere Kinder da.

In der Zwischenzeit traf auch Remo ein. Er ging mit Martin in den Beobachtungsraum, nicht nur, um dem Regen zu entkommen, sondern auch, weil auf der anderen Seite buchstäblich kein Platz mehr war. Claudio hielt einen Vortrag über Meteore im Allgemeinen und die Perseiden im Besonderen, der aufmerksam verfolgt wurde, während draussen das Gewitter grollte. Da es immer noch regnete, riet er den Gästen am Ende, sich die Teleskope anzuschauen, um sich zumindest ein Bild von unserer Ausrüstung zu machen. Kaum öffnet sich die Tür, ertönt Martins Stimme: „Hier warten noch über fünfzehn Leute ...”. Also Schichtwechsel und Wiederholung des Vortrages. Der Raum ist nicht mehr restlos gefüllt, aber immer noch gut besetzt.

Dann gingen alle nach draussen und ... oh Wunder! Innerhalb weniger Minuten öffnete sich der Himmel, sodass es um 23 Uhr ganz klar mit guten Sichtverhältnissen war. Martin und Remo konnten einige interessante Objekte durch die Teleskope zeigen (leider keine Planeten am Himmel, aber dafür Galaxien, Sternhaufen und Nebel). Die Schlange vor den Okularen war lang und während des Wartens schauten die Leute nach oben, um zu versuchen, ein paar Perseiden zu sehen. Und tatsächlich gab es einige helle Meteore, sodass jeder die Chance hatte, zumindest ein paar von ihnen zu erblicken.

In der Zwischenzeit waren Amateurastronomen aus Villadossola eingetroffen, sodass Claudio den Vortrag dieses Mal auf Italienisch wiederholen musste. Die visuellen und teleskopischen Beobachtungen dauerten bis nach Mitternacht. Martin musste etwas früher zurückkehren, doch Claudio konnte Remo bei der Bedienung der Geräte helfen. Nach Mitternacht zogen im Norden einige Wolken auf und die meisten Gäste verabschiedeten sich zufrieden, da sie trotz des nassen Starts einiges beobachten konnten. Danach folgte das übliche Aufräumen und kurz vor ein Uhr konnten auch die beiden Letzten die Sternwarte abschliessen und nach Hause gehen.

Anwesend von der AGO waren Präsident Martin, Remo, Claudio und – sehr erfreulich – auch das Jungmitglied Lio, das erst seit Kurzem Mitglied der AGO ist. Er blieb bis spät in die Nacht, hörte den Vortrag mit Interesse zu und beteiligte sich dann aktiv an den Himmelsbeobachtungen.

- Claudio Abächerli

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