Vereinsabend mit Nachtessen
Freitag, 17. Oktober 2025, 19:00 UhrWeitere Informationen zu diesem Anlass
Am Freitag, 17. Oktober, findet ab 19 Uhr wieder ein Vereinsabend der AGO statt. Da es ein Nachtessen geben wird, werden die Teilnehmer gebeten, sich bis 15. Oktober 24 Uhr bei Claudio anzumelden unter beisitzer@ago-sternwarte.ch.
Nach dem kulinarischen Teil mit Apéro, Minestra und Dessert wird Claudio einen Vortrag über die Entstehung der Elemente in den Sternen halten. Wenn es die Witterung zulässt, können wir danach zur Beobachtung des Nachthimmels übergehen. Andernfalls wird es uns auch beim Fachsimpeln nicht langweilig werden.
Bericht
Die Sonne scheint noch am Himmel, als Claudio mit Jacqueline und dem Jungmitglied Lio auf dem Simplon ankommen. Es ist ein wunderschöner Herbsttag, der dazu einlädt, draussen zu sein. Die Sonne zeigt im Teleskop mehrere Fleckengruppen, die das Interesse des Jungmitgliedes wecken. Währenddessen gehen Claudio und seine wertvolle Helferin Jacqueline in die Küche, um alles fürs Abendessen vorzubereiten.
Kurz darauf kommt Rudi, um die Rotlichtbeleuchtung des Beobachtungsraums zu reparieren, die Probleme gemacht hat.
Und bald kommen auch Remo und Robert. Sie wollen das Tageslicht nutzen, um ihre Geräte für die Beobachtung des Kometen C/2025 R2 SWAN einzurichten, der an diesen Abenden in einer günstigen Position steht.
In der Zwischenzeit treffen auch Arnold und Vineet ein. Alena wird sich etwas später der Gruppe anschliessen.
Nun ist es Zeit für den Apéro riche, der schon fast eine ganze Mahlzeit ist. Es ist also Zeit, ein Glas zu trinken, die Köstlichkeiten auf dem Tisch zu probieren und sich über die neuesten astronomischen Informationen und vieles mehr auszutauschen.
Inzwischen wird es dunkel, also geht‘s rein und raus, um die Geräte einzustellen und mit den Fotos loszulegen. Die Temperatur ist fast bei null, also freuen sich alle über eine heisse «Mänäschtra», bevor wir alle wieder rausgehen. Dort erwartet uns ein klarer Himmel. Diejenigen, die mit blossem Auge beobachten, haben Glück: Neben dem Kometen sind Saturn und viele andere Messier-Objekte sowie einige Galaxien zu sehen, da die Luft klar und relativ ruhig ist. Etwas weniger Glück haben die Astrofotografen. Sie haben mit einigen Pannen zu kämpfen: Jemand hat ein wichtiges Teil der eigenen Montierung vergessen, andere haben Probleme mit der Nachführung, die mitten in einer Fotoserie ausfällt ... Wir kehren also in die Wärme zurück und trinken einen Kaffee. Danach zeigt Claudio in einer kurzen Präsentation, wie die verschiedenen chemischen Elemente im Universum entstehen. Er widerlegt den Mythos, dass die Elemente, die schwerer als Eisen sind, nur in Supernovae entstehen, und betont, dass nach neuesten Forschungen vor allem Kollisionen zwischen Neutronensternen für die Verbreitung der sehr schwereren Elemente wie Gold und anderer Edelmetalle sorgen. Die leichteren Elemente (Lithium, Bor, Beryllium) sind hingegen nicht durch einen Fusionsprozess in Sternen entstanden, sondern durch den Beschuss von Gas- und interstellaren Staubwolken mit kosmischer Strahlung. Wir bestehen also aus Sternenstaub – ja, aber nicht nur aus dem von Supernovae, sondern auch aus dem von Neutronensternen. Wer hätte das gedacht!
Zum krönenden Abschluss gibt es ein leckeres Dessert (Birnen mit Schokolade). Danach machen sich alle langsam auf den Weg zurück ins Tal. Es war also ein gelungener Abend, aber mit einem kleinen Wermutstropfen. Es haben sich nur sieben Mitglieder angemeldet. Das ist etwas wenig für den Aufwand und die Arbeit, die nötig sind, um einen Abend mit Abendessen und Präsentation vorzubereiten. Und es hätte genug zu essen für viel mehr Leute gegeben …. Schade. Vielleicht hat sich negativ ausgewirkt, dass Schulferien waren und daher viele abwesend waren. Das sollte bei der Erstellung des Kalenders für 2026 berücksichtigt werden.
- Claudio Abächerli





