Öffentlicher Beobachtungsabend
Freitag, 12. Dezember 2025, 19:00 UhrWeitere Informationen zu diesem Anlass
Leitung: Sindu Ruppen, Claudio AbächerliBericht
Der heutige Abend stand wahrhaftig unter vielen guten Sternen! Der Himmel war klar, die Temperaturen noch
nicht allzu tief und wir näherten uns dem Höhepunkt der Geminiden.
Es hatte schon eine Weile nicht mehr geschneit, generell lag auf dem Pass nicht mehr als ca. 15cm Schnee, was
den Zugang zur Sternwarte gegenüber sonstigen Winterabenden deutlich vereinfachte.
Als ich kurz nach 18h ankam, erwartete mich Claudio bereits. Im Schulungsraum duftete es nach Glühwein. Wir wollten die vorweihnachtliche Stimmung auch in die Sternwarte bringen, deshalb richtete Claudio auch Stäckli und Panettone her.
Schon bald trafen Ruedi und Michael ein, und schon vor 19h fanden wir uns mit den ersten Gästen am Teleskop
wieder. Zunächst konnten wir Saturn und den Ringnebel in der Lyra (M57) beobachten, wobei man die
Saturnringen aktuell nur als Strich im Teleskop sehen kann. Es waren aber auch seine grossen Monde sichtbar.
Die Sternwarte füllte sich immer weiter, bis man sich kaum mehr bewegen konnte. Unter den Besuchern waren
auch einige Kinder im Primarschulalter, weshalb ich schon bald mit einem ersten, deutschsprachigen Vortrag
über die Geminiden startete (Merci Remo!). Die Besucher waren erfreut, die vielen Sternschnuppen, welche wir
noch sehen sollten, bereits astronomisch etwas besser einordnen zu können.
Inzwischen war die Gruppe italienischer Fotografen aus Domodossola eingetroffen. Claudio bot ihnen
anschliessend einen zweiten Vortrag über das Universum in italienisch. Später vermischten sich die
Gästegruppen. Wir nahmen Bodes Galaxie (M81), Kugelsternhaufen M15, Doppelsterne und später den
Orionnebel M42 ins ins Visier. Auch der Hantelnebel M27 wurde begutachtet. Sobald über dem
Sternwartendach sichtbar, schwenkten wir natürlich auch zu Jupiter, der momentan in ähnlicher Helligkeit neben
den Zwillingen Castor und Pollux zu sehen ist.
Immer wieder war ein „oooh“ oder ein „hesch die gseh?“ zu hören. Bis zum Ende des Abends hatte jeder
Besucher mindestens ein, zwei schöne Sternschnuppen gesehen. Das Maximum des Meteorensturms war für
Samstag Nacht vorausgesagt. Die Leute wärmten sich zwischendurch bei Glühwein auf. Da kein Wind wehte
und die Temperatur um den Gefrierpunkt lag empfanden viele es nicht allzu kalt und blieben lange draussen. Wir
führen angeregte Gespräche, Ruedi, Michael und Remo, welcher sich vorerst unbemerkt dazugesellt hatte,
halfen uns beiden die vielen Fragen der Gäste zu beantworten.
Gegen zehn Uhr lichtete sich die Besucherzahl in den
Räumen merklich. Es waren fröhliche Stunden,
unsere Gäste waren beim Verlassen der Sternwarte
allesamt ein bisschen von den Sternschnuppen
verzaubert und viel betonten, gerne wiederkommen
zu wollen.
Wir begannen mit Aufräumen, bald nach Zehn
verliessen wir - unter noch immer glasklarem
Sternenhimmel - die Sternwarte und gingen jeder
seines Weges. Ein rundum erfolgreicher Abend!
- Sindu Ruppen





